(Sieben Wochen ohne - Folge 3)
Nach dieser Aktion wird mich der Kollege Jung, auch bekannt als der Weinpapst dieser Redaktion, als Banause beschimpfen und der Verschwendung bezichtigen. Sie erinnern sich: Am Faschingsdienstag habe ich mit Rostbraten und drei Weizen den gepflegten Ausstieg aus dem normalen Leben vollzogen. Zuhause angekommen, quasi halbvoll, war ich noch in der Lage, mir einen Grappa zur Verdauung einzuschenken. Zu einem Blick in den Kühlschrank war ich nicht mehr fähig und der Schnaps aus dem Piemont hatte meinem Erinnerungsvermögen den Rest gegeben.
Wäre ich klar gewesen, hätte ich mich einer Flasche Wein erinnert, die den Rosenmontag halbwegs überlebt hatte. Auf der Suche nach einem Magerjoghurt fiel mir der Grüne Veltliner, Federspiel, Jahrgang 2004, aus dem Weingut von Emmerich Knoll gestern Abend fast vor die Füße. Was blieb mir übrig: Bis Karfreitag wäre auch aus diesem Spitzenwein aus der Wachau ein Sauerampfer geworden und so schüttete ich den edlen Tropfen in den Gully.
Das war Perlen vor die Säue geworfen, würde der Kollege Jung sagen.
Freitag, 19. Februar 2010
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Was für eine Schande, Jürgen. Da hätte Hans-Jörg schon Recht, wenn er's denn wüsste.
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