(Sieben Wochen ohne - Folge 10)
Die ersten zwei Fastenwochen sind vorbei, es ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Bis auf zwei Gläschen Blutwurz, die eindeutig in die Kategorie Medizin fallen (siehe Folge 6), habe ich allem abgeschworen, was auch nur andeutungsweise mit Alkohol zu tun haben könnte. Obwohl in meiner Gegenwart teilweise kräftig gebechert wurde. Am Samstagabend zum Beispiel habe ich für das schöne Fest bei Frau von R. eine paar Fläschen Wein aus der Pfalz und Südtirol spendiert. Das Publikum bedankte sich artig, prostete mir aber verächtlich zu, als ich zum Barolo mit meinem Cranberry-Saft anstoßen wollte. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr, aber da muss man in diesen Zeiten durch.
Dafür stehen andere wie eine Eins hinter mir: Alexandra Holzwarth mailt aus Salzburg, dass sie sich "schlapp lacht" und meinen Blog "grandios" findet: "Fast wie Bridget Jones aus männlicher Sicht. Nur ohne Zigaretten und Londoner Regen." Und laut Umfrage glauben doch immerhin 29 Prozent, dass ich durchhalte, "weil ich ein Pfundskerl bin". 54 Prozent meinen, ich schaffe es, aber ich brauche jemand, der auf mich aufpasst. Nur 15 Prozent trauen mir die Alkohol-Abstinenz nicht zu.
Donnerstag, 4. März 2010
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