Montag, 5. April 2010

Der gepflegte Ausstieg in 9763 Meter Höhe

(Sieben Wochen ohne - Folge 14 und Schluss)
Es ist vollbracht. Nach 41 Tagen bin ich wieder unter den Alkohol-Trinkenden. Zwei Tage früher als angekündigt, aber das lässt die Fastengemeinde hoffentlich gnädigerweise gelten. Schließlich hat man nicht jedes Jahr die Gelegenheit, so gepflegt und spektakulär aus der Fastenzeit auszusteigen (nicht aus dem Flugzeug). Zwei Tage vor Karfreitag hielt mir eine Stewardess im Lufthansa-Jumbo in 9763 Meter Höhe, ungefähr über der irischen Insel, ein Gläschen Champagner, Marke Piper Heidsieck, unter die Nase. Dies abzulehnen, wäre dann doch ein bisschen zu dekadent gewesen.
Schließlich wollte ich eine Grundlage legen, denn das Abendessen im gerade sehr angesagten "Buddakan" in New Yorks Meatpacking District mit Sparkling Water runter zu spülen, wäre sicher der falsche Weg gewesen. Außerdem mussten wir ja auch etwas gegen den Jetlag tun und haben uns vor dem Schlafen gehen noch ein paar Gläschen italienischen Rotwein gegönnt. Was in der Nacht vor meinen Augen so geschaukelt hat, waren im übrigen die leichten Wellen vom Hudson River. Ich schwöre es.
Ansonsten ist mir die Fastenzeit sehr gut bekommen und es hat mal wieder überhaupt nicht weg getan. Im Gegenteil: Ich habe neue Getränke entdeckt und mich auch ohne Alkohol gut gefühlt. Was will man mehr. Jörg Mornhinweg aus Sindelfingen wird es noch interessieren, dass die Pfunde nicht im freien Fall gepurzelt sind, aber immerhin habe ich zwei Kilo abgenommen.
Das wars für dieses Jahr in der Fastenzeit. Hoffentlich sehen und hören wir uns in 2011 ab Aschermittwoch wieder. Prost und wohl bekomms.